Klangbilder 2010
     
 

Rückblick Klangbilder 2010 in Wien

     
 
Da das Hotel Vienna Danube am Handelskai umgebaut wird, fand die KlangBilder 2010 heuer im Hotel Vienna Hilton mitten in der Wiener Innenstadt am Schottenring statt. Schon vor Jahren hatte die damalige KlangBilder in ihren Anfängen hier residiert, weswegen bei dem einen oder anderen bezüglich des Veranstaltungsortes nostalgische Gefühle aufgekommen sein dürften. Wir gestehen frank und frei, dass dies bei uns nicht der Fall war - im Gegenteil.
 

Natürlich ist das Hotel Vienna Hilton auf den ersten Blick von der Ausstattung her sehr viel eleganter, und die Lobby macht wirklich ziemlich viel her. Natürlich ist die zentrale Lage am Puls der Stadt für Besucher derselben nicht nur sehr reizvoll, sondern ideal - und natürlich sind die Räumlichkeiten sehr viel schöner und edler gestaltet.

Aber als Aussteller misst man einfach nach ganz anderen Kriterien. Einmal von der schwierigen Lade- und Parkplatz-Situation abgesehen, gleicht die hochwertigste Ausstattung eines Zimmers die im Vergleich zum Holtel am Handelskai um ca 1 Drittel kleinere Nutzfläche einfach nicht aus. Einer der Gründe, warum wir uns in diesem Jahr entschieden, nur kleine Anlagen zu zeigen, war schlicht und ergreifend auch der Platzmangel. Eben dieser machte - gepaart mit der schon erwähnten Parksituation den Messeaufbau heuer zu einer echten - und ausgesprochen langwidrigen - Herausforderung.

In den schon recht späten Abendstunden des Aufbautages lagen alle Nerven entsprechend blank - doch zumindest war es vollbracht - wir hatten zwei komplette Anlagen aufgebaut, und es mit tatkräftiger Unterstützung einiger Kollegen sogar geschafft, die Monsterendstufe AMS100 von Musical

 
Fidelity soweit aus ihrer hölzernen Verpackung zu befreien, dass man sie sehen konnte.Den Gedanken, dieses wahrlich gewaltige Teil auf der Holzkiste zu präsentieren, hatten sämtliche der am Befreiungsvorgang Beteiligten zwischenzeitlich im stillschweigenden Einverständnis aufgegeben. 130 Kilo Gewicht luden irgendwie nicht dazu ein, den ursprünglichen Präsentierungsplan der AMS1000 AUF der Kiste weiter zu verfolgen. Wie dem auch sei, am Ende des Tages waren wir
 
 
schweissgebadet jedoch alles in allem mit dem klanglichen Ergebnis zufrieden - und es sah zudem alles, wie wir fanden - auch durchaus gut aus, wenn auch aus erwähnten Platzmangel nur eine der bestellten Palmen in eine Ecke gequetscht werden konnte. Ihr Sparing-Partner musste - ebenso wie unser Projektständer - auf den Flur verbannt werden. So rein feuerpolizeilich bedenklich, aber eben nicht anders einräumbar. Drei Stühle mussten leider ebenfalls weichen, anderenfalls
 
 
hätten die Besucher keine Möglichkeit gehabt, sich in unserem Raum zu bewegen, und da muss man dann halt Prioritäten setzen. In den nächsten Tagen wurden unsere Mühen dann belohnt, da unsere Präsentation ziemlich gut beim Publikum ankam - um nicht zu sagen: sogar verdammt gut. Unsere kleinen Anlagen konnten sich aber auch wirklich mehr als hören lassen. Insbesondere die kleine SN70 von Fischer & Fischer aus Naturschiefer verstand es glänzend in der Kombination
 
 
mit Komponenten von Heed die Zuhörer zu begeistern. Manch einer vermochte kaum zu glauben, dass da vorne tatsächlich nur eine so übersichtliche Anlage spielte. Auch die Kombination der SN70 mit einer Mini Proje-Ject BoxDesignAnlage überzeugte. In regelmäßigen Abständen kamen die Triangle Magellan Duetto zusammen mit einer Musical Fidelity AMS Kette und für die Analog-Liebhaber der brandneue EAT Forte mit Ikeda TA zum perfekten klanglichen Einsatz. Für alle
 
 
Streaming-Interessierte hatten wir neben dem großen Purist HDR 6 DA seinen kleinen Bruder, den Purist Mini dabei. Beide beeindruckten nicht nur in klanglicher Hinsicht, sondern konnten in Sachen Datenverwaltung, Anwenderfreundlichkeit und dem wichtigen Punkt der Datensicherung mächtig punkten. Dass wir zum Thema Streaming zu festen Terminen jeweils einen kleinen Überblick gaben, hatte sich zwar erst am Samstag hinreichend herumgesprochen, aber das ist auf Messen
 
 
nun einmal so und nicht anders. Da wog die Tatsache, dass die Veranstaltung im Hotel über fünf Stockwerke verteilt war und Besucher auf die Fahrstühle angewiesen waren, weil es kein durchgehendes Treppenhaus gabt, schon schwerer, da dies den Messebesuch für manchen Gast zu einer wahren Schnitzeljagt werden ließ. Wir können nur hoffen, dass jeder, der zu uns wollte, im Wirrwarr der Gänge auch zu uns gefunden hat - aber da es durchgehend voll war, sind wir diesbezüglich
 
 

zuversichtlich. Selbst haben wir heuer fast gar nichts vom Rest der Messe gesehen, und ohne die wunderbare Hilfe eines sehr lieben Freundes gäbe es hier deutlich weniger Photos. An dieser Stelle nochmals ein dickes Dankeschön - nicht nur fürs Photografieren, sondern ganz besonders für die äußerst tatkräftige Unterstützung während der Messe und beim Abbau.

Trotz der genannten Probleme war es eine tolle Messe, auf der unsere Besucher hoffentlich ebenso viel Spaß hatten wie wir.

 
 
Photos: Stefan Künisch und Willi Dohmen   Text: Martina Künisch